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Warum es in meiner Familie Tradition ist, im Spätsommer Holunderbeerensaft einzukochen!?

22. August 2016

In meiner Familie ist es seither Tradition, im Spätsommer Holunderbeerensaft einzukochen! Warum wir das machen!? Das will ich euch heute erzählen.

Meine Mama liebt Holunderbeerensaft! Immer wenn wir als Kinder erkältet oder fiebrig waren, bekamen wir den warmen Saft zur Genesung zum Trinken. Der Geschmack ist wahrhaftig ein Kindheitsgeschmack für mich.

Hier für euch nochmal ein Link zur Wirkungsweise des Saftes!

http://www.holundersaft.info/

Der Holunder ist ein Moschuskrautgewächs. Um ihn entstanden im Laufe der Geschichte viel Mythen, Legenden und Traditionen.

Hier unsere Tradition:

So Schnickschnack-Chic-Gläser brauchten wir noch nie! Wir sammeln einfach Schraubgläser. Diese Mal sammelte Mama, weil ich es einfach vergaß!

Mit der Schere bewaffnet ging es auf den Hof zum Holunderbusch. Die Beeren wurden abgeschnitten und in den wunderbaren DDR- Wannen gesammelt, die sich Mama von ihrem Hochzeitsgeld gekauft hatte (1984). Mein Mann und meine Mama lieben alte Sachen. Dieser Wannen erfüllen ihren Zweck bestimmt noch 20 Jahre oder länger.

Nach der Ernte wurde alles gewaschen, Käfer gerettet und in die Freiheit entlassen und Beeren abgezupft! Die tolle und super bequeme Hollywood- Schaukel in gelb, welche im Hintergrund zu sehen ist, gab es geschenkt. Sie konnte somit nochmal vor dem Müll gerettet werden, herzlichen Dank nochmal D.!

Die Beeren wurden zusammen mit Wasser, Bio-Zitronen, Bio- Äpfeln, dieses Mal Bio- Birnen, einer Zimtstange und Nelken gekocht. Wir variieren auch immer etwas ab, je nach Geschmack!

Hier auch nochmal das Originalrezept aus dem DDR- Buch meiner Mama:


…weiter im Text!

Der Topf wurde befüllt und die Suppe durfte köcheln.

Schön umrühren und ein Überkochen vermeiden! Es wurde so lange gekocht, bis alles schön dick eingekocht war.

Die Beeren und Zutaten wurden durch ein Sieb gelassen und der Saft aufgefangen. Bevor wir in die Gläser abfüllten, kochten wir unsere Gläser noch einmal in klarem Wasser richtig heiß aus – sterilisieren quasi.

Abgefüllt wurde mit Hilfe eines Trichters. Die Gläser wurden erst umgedreht, nachdem sie voll abgekühlt waren.

Ich lagere sie an einem dunkeln  und kühlen Ort, an dem sie dann auf ihren Einsatz in der Erkältungszeit warten können.

Wir süßen den Saft nie mit Zucker. Jeder kann sich selbst so süßen, wie er mag, ob mit Zucker oder Agavendicksaft oder Birkenzucker. Ich habe seit zwei Monaten keinen Zucker mehr gekauft und es geht bis jetzt auch ohne gut.

Wir hatten dieses Jahr eine frühe Sorte, ihr habt somit noch die Gelegenheit fleißig zu sammeln und einzukochen. Viel Spaß dabei…

Eure Leen

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1 Comment

  • Reply Erkältung in der Schwangerschaft und Stillzeit - Was hilft!? - Aufbruch zum Umdenken 5. Dezember 2016 at 08:05

    […] Wenn ich erkältet bin, trinke ich jeden Tag 1-2 Tassen von meinem Holunderbeerensaft.  […]

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