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Blogparade Wunschfamilienalltag

23. Mai 2017

Frau Birnbaum fragt in ihrer Blogparade nach unserem #WunschFamilienAlltag. Wie sieht der perfekte Alltag für unsere Familie aus!? Eine wirklich spannende Frage, wie ich finde. 

Nun gut, zur Info und Struktur, wie es so bei uns lief und momentan läuft! 

Ich habe vor den Kindern 5 Jahre in Vollzeit studiert und gleichzeitig 30 Stunden in der Woche als Erzieherin im Kinderheim und Kindergarten gearbeitet. Seit Sommer 2015 bin ich  in Elternzeit, welche diesen Sommer, mit der Geburt unseres zweiten Kindes, verlängert wird. Mein Mann arbeitet in Schichten, um genau zu sein in drei davon. Er und ich teilen uns den Haushalt und wenn er zuhause ist auch die Betreuung unserer Tochter. Einen Kitaplatz haben wir nicht. Ein bis zweimal in der Woche verbringt unsere Tochter einen Nachmittag bei den beiden Großeltern. 

Wie sieht jetzt mein Wunschfamilienalltag aus!?

Grundsätzlich wäre es schön, wenn wir Grundeinkommen, wie z.B. das bedingungslose Grundeinkommen, hätten. Aus dieser Perspektive heraus würde vieles anders laufen. Mein Mann würde weniger arbeiten und mehr zuhause sein. Ich würde meine Elternzeit nicht unterbrechen, aber ich könnte nach dieser flexibler mit den Kindern schauen, was zu uns passt oder wir würden die Elternzeit splitten, je nach Stillintensität des 2. Kindes. Der finanzielle Druck wäre dadurch irgendwie raus und wir würden das arbeiten, was uns so richtig erfüllt und glücklich macht. Ich glaube, dass wir Menschen so zu Höchstformen laufen würden, wenn wir so arbeiten könnten, wie es zu uns, unserem Lebensstil und unseren Familien passt. 

Ich würde gern…

…ich denke jetzt mal in der Zukunftsperspektive – also so in 2-3 Jahren…

…meine Kinder zu einer bindungs-, beziehungs- und bedürfnisorientierten Person oder Kita bringen. Wenn es so etwas bis dahin nicht gibt, würde es sicher unter dem Aspekt des Grundeinkommens gegründet werden können. Ich denke eine Betreuung halbtags, also zum Spielen am Vormittag, würde mir ausreichen. In dieser Zeit wäre dann meine Arbeitszeit, oder auch einfach Freizeit für mich. Früher habe ich 24-Stunden-Dienste absolviert und hatte dann ganz viele Tage frei. Das wäre auch eine Option für mich. Oder ich arbeite abends, wenn die Kinder schlafen. Ich bin da eigentlich offen und würde schauen, was passt.

Ich habe so richtig Lust auf Entschleunigung des Alltags und der Beendigung von Drucksituationen durch finanzielle Abhängigkeit. Durch die Elternzeit habe ich momentan keinen Druck mehr und entspanne von Monat zu Monat mental, finanziell sieht das etwas anders aus. Ich entwickele neue Ideen und Ziel durch die Luft die ich habe. Ich bin ein Mensch, der nicht durchdreht, wenn er zuhause ist. Ich habe jeden Tag etwas zu tun und sehe aber auch das „Nichtstun“, die Entspannung mittlerweile als wertvoll an. Das musste ich aber erst lernen. 

Die Kinder würden bei uns aufwachsen und immer wäre jemand von uns da. Also so richtig aufwachsen meine ich. Wir als Eltern hätten die Hauptbetreuung der Kinder und nicht die Kita. Mein Mann könnte mit der gewonnen Zeit wieder seinen handwerklichen Leidenschaften nachgehen und vielleicht sogar diese zum Beruf machen. Alles würde mehr im Fluss sein und sprudeln, denn ohne finanziellen Druck und mit Zeit zum kreativen Denken, könnten wir so richtig als Familie aufblühen. Jeder findet seinen Weg und es kann flexibel geschaut werden, was für jeden von uns so richtig passt. Es kann ja auch sein, dass die Kinder gar nicht außerfamiliär betreut werden möchten. Dann würde das Grundeinkommen wieder Druck nehmen und einer von uns könnte bei den Kindern sein. 

Ich hoffe es bleibt nicht nur ein Traum, sonder wir bekommen einige Dinge verwirklicht. Dazu zähle ich vor allem die Flexibilität in der Familie, die Entschleunigung und die finanzielle Sicherheit. Ob ich das Glück haben werde, bis 2020 ein Grundeinkommen zu erhalten, ist fraglich. Ich träume trotzdem einfach weiter. Liebe haben wir genug, darüber brauche ich hier heute nicht zu philosophieren. 

Eure Leen 

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