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Das erste Schwangerschaftsdrittel ist vergangen – ein Resümee

15. Februar 2017

Also es ist wirklich wahr, was meine Hebamme 2015 zu mir sagte! Jede Schwangerschaft ist anders. Bei meinem Seidenraupenkätzchen hatte ich bis zur 30. Woche nichts! Einfach nichts! Ab der 30. Woche war dann alles verrückt, aber das ist eine andere Geschichte, die ihr gern noch einmal hier nachlesen könnt.
Übelkeit – kannte ich bisher nicht!

Mir war schlecht, mir waren 14 Wochen einfach nur schlecht. Ab und zu musste ich mich auch übergeben, aber konstant war mir den ganzen Tag über übel. Geholfen haben Zwieback und Bananen. Diese Lebensmittel lagen neben meinem Bett. 

Meine Mama hatte diese Übelkeit in ihrer Schwangerschaft mit mir auch, bei meiner Schwester hatte sie nichts. Sie musste sich morgens auf dem Weg zum Studium im Zug übergeben, was dann eine Frau aus dem Dorf mit „nicht so viel trinken“ kommentierte. Das hat sie damals ziemlich genervt und sie erzählte der Frau dann frühzeitig, dass sie schwanger sei. Ich habe meine Mama und die Mama meines Mannes dazu gefragt. Früher zu DDR- Zeiten haben die Frauen es nicht so lange geheim gehalten wie wir heut, wie sie sagten. Eine Schwangerschaft wurde früh offen kommuniziert. Da findet ja zum Glück jeder den Weg, der zur eigenen Familie passt. 

Schwangerschaft, Stillen und Schlafprobleme

Da ich stille, hatte ich in den ersten Wochen wirkliche Probleme. Meine Milch veränderte sich und meine Tochter war sichtlich unzufriedener. Dazu hatte ich furchtbar empfindliche Brüste. Aber: Es hat sich alles wieder eingependelt. Ich freue mich jetzt, dass ich durchgehalten und nicht abgestillt habe. Wir stillen wieder gern und das habe ich auch ein Stückchen weit Motherbirth, Urnaturænund Öko Hippie Rabenmütter zu verdanken, die mich in meiner Stillkrise bestärkt haben, nicht aufzugeben, denn es wird besser und es wurde sogar gut. In dieser harten Zeit entstand auch der Text: Wie mir derzeit eine Serie hilft, nicht verrückt zu werden!? – Wer es gern lesen möchte.

14 Wochen hatten wir schreckliche Nächte und ich stillte bestimmt in manchen dieser jede Stunde und das, obwohl ich immer so schrecklich müde in der Frühschwangerschaft war. Ich habe gerade dreimal auf Holz geklopft, denn als diese Zeit vorbei war, begann unsere Tochter zu schlafen, 6-8 Stunden am Stück und ich tanke wieder Kraft und wir freuen uns hier alle sehr über die Veränderung. 1,5 Jahre war an Schlaf nicht wirklich zu denken und auf einmal passiert es. Wir schlafen länger als 2 oder 3 Stunden am Stück. Es ist so toll, dass sich alles von allein geregelt hat und das ganz ohne Abstillversuche von meiner Seite aus.

Körperliche Veränderungen

Ich habe so das Gefühl, dass mein Körper genau weiß, was passiert ist. Alles entwickelt sich schneller und ich habe mich schon früh schwanger und rund gefühlt, so als ob der Körper vorgedehnt ist, genau weiß, was zu tun ist und automatisch alles ablaufen lässt. Auch habe ich dieses Mal schon sehr früh Bewegungen gespürt. 

Gewicht, Wohlbefinden und Laune

Momentan hält sich noch alles ganz wunderbar im Rahmen, wie es anfangs auch in meiner ersten Schwangerschaft war. Ich wünsche mir, dieses Mal kein riesiges Wasser-Einlagerungs-Problem zu bekommen. Ich bin guter Dinge, denn was sagte meine Hebamme!? Richtig! Jede Schwangerschaft ist anders. Meine Übelkeit ist komplett vorbei und so langsam kommt meine Energie zurück. Den Mittagsschlaf machen meine Tochter und ich zusammen. Für mich ist das eine tolle Gelegenheit sich auszuruhen. Manchmal lese ich auch oder blogge oder schaue eine Serie über das Handy. Da wir ja beide zuhause sind, also das Seidenraupenkätzchen und ich, brauche ich in der Schwagerschaft diese Pause. 

Besonders launisch bin ich in dieser Schwangerschaft nicht. Ich fühle mich recht stabil. Ab und zu ein kleiner Ausbruch und etwas weinen oder überreizt sein, aber es hält sich wirklich in Grenzen. 

Ich bin gespannt, wie sich das zweite Drittel anfühlen wird. Respekt habe ich vor den Nächten, wenn der Bauch wächst und die Bewegungsfreiheit eingeschränkter wird, aber da ist ja noch etwas Zeit! 

Eure Leen 

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4 Comments

  • Reply Kathrin 15. Februar 2017 at 20:52

    Das klingt toll <3 ich freue mich sehr für dich, dass nun ein bisschen Ruhe einkehrt :-*

    • Reply Leen 16. Februar 2017 at 11:10

      Finde ich auch! Es ist alles super momentan. Ich bin sehr dankbar :-*

  • Reply Mother Birth 15. Februar 2017 at 22:38

    Liebe Leen,

    ich freue mich sehr, dass du so einen tollen Austausch mit mir und eineigen anderen Mamas zum Thema Stillen in der Schwangerschaft hattest. ich habe es mir auch in meiner zweiten Schwangerschaft sehnlichst gewünscht mit irgendjemand zu sprechen oder zu schreiben, der ebenfalls eigene Erfahrungen mit dem Thema hatte oder hat. Ich hatte niemanden. Es hätte mir damals viel geholfen. Hätte mich unterstützt in meinem Weg, aber niemand hatte Ahnung und alle rieten mir: still ab! Selbst die kontaktierten Stillberaterinnen hatten keine Ahnung und keine Erfahrung bei dem Thema Stillen in der Schwangerschaft.
    Es ist wundervoll, dass du hier ein Netzwerk gefunden hast <3

    Liebe Grüße
    Mother Birth

    • Reply Leen 16. Februar 2017 at 11:11

      Ich bin auch so froh, dass wir uns haben! Ich drück dich!

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