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Der Umgang miteinander – Was braucht es u.a., um innerhalb der Familie glücklich zu sein!?

9. Oktober 2016

Ich habe mir Gedanken zum Thema -Umgang in der Familien miteinander – gemacht. Was braucht es u.a., um innerhalb der Familie glücklich zu sein?  Was brauchen unsere Kinder u.a. von uns innerhalb der Familie!? 

Ich denke, dass eine gundsätzlich authentisch-liebevolle Familienatmosphäre das Klima innerhalb der Familie stark zum Positiven beeinflussen kann. Wir sind dafür verantwortlich, was unsere Kinder von uns lernen, denn wir fungieren als Vorbilder. Es ist ein prägender Unterschied, ob wir Probleme besprechen und viel Reden oder ob wir streiten und/oder gar nicht über Probleme sprechen. Mein Mann und ich haben uns für die erste Variante entschieden, nicht erst seit wir Eltern sind. Meistens jedenfalls, wir sind wahrhaftig nicht perfekt. Später möchten wir gern den Familienrat einführen, denn die Meinung und die Wünsche des Seidenraupenkätzchens sind uns sehr wichtig, denn bei uns wird niemand ausgeschlossen, wir gehören zusammen und jeder in unserer Familie hat etwas zu sagen! Ich mag die gewaltfreie Kommunikation, habe jedoch ganz ehrlich noch so mein Tun mit dieses, aber bin reflektiert und weiß um meine Schwächen und bin motiviert und versuche es immer wieder auf ein Neues, sie in unseren Alltag einzubeziehen. Besonders beim Thema -Streit- habe ich nicht die Kompetenzen die GFK einzubauen, da bin ich ganz ehrlich! Ich mache Vorwürfe und bin unfair. Toll finde ich selbst an mir, dass ich mich danach entschuldigen kann (das kann ja wahrhaftig auch nicht jeder). Ich entschuldige mich auch bei meiner Tochter. Sich entschuldigen zu können ist ein wirkliches Geschenk.

Was bedeutet Streit für uns und für das Kind?

Wenn Erwachsene streiten fühlen sich Kinder schuldig. Es ist dann notwendig, wenn es wirklich mal ausartet und nicht bei einer sachlichen Diskussion bleibt, im Nachhinein mit dem Kind zu sprechen und das Geschehene noch einmal rückblickend zu bereden. Kommunikation ist wirklich wichtig, denn kleine Kinder verstehen weder Ironie noch Sarkasmus und Streit wird einfach auch auf sich selbst bezogen! Es ist so wichtig zu reden, ich kann es nicht oft genug sagen!!!! Ich persönlich streite oft zu impulsiv und zu laut – typisch Löwe, wie ich finde, aber ich möchte lernen, sachlicher zu diskutieren! Da habe ich noch so meine Probleme! Eine sachliche Diskussion ist für alle Beteiligten eine Bereicherung. Das Leben ist nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen. Unsere Kinder lernen aber wie gesagt aus unserer vorgelebten Streitkultur für ihr ganzes Leben! Wir haben es in der Hand, was wir Ihnen mit auf den Weg geben.
Was brauchen unsere Kinder noch, um in der Familie „glücklich“ zu sein!?

Ganz klar Zugehörigkeit! Das Kind möchte und sollte auch das Gefühl haben, dazu zu gehören, ein Teil der Familie zu sein. Kinder wollen so sein wie wir, das machen, was wir machen und dazugehören! Diese Zugehörigkeit bestärkt das Kind, sich als Teil der Familie zu fühlen und dadurch stärkt sich automatisch der Selbstwert. Oder wollt ihr etwa hören, „Sei still! Das geht dich nichts an! Dafür bist du noch zu klein!“ Ich finde diese Aussagen einfach überholt! Wir sollten es als Pflicht sehen, unsere Kinder zu integrieren.

Wie erreichen wir das?

Indem wir die Probleme und Wünsche des Kindes ernst nehmen, die Probleme und Wünsche der Familie ernst nehmen und gemeinsam Lösungen finden. Indem wir unsere Kinder bestärken, anstatt immer nur zu kritisieren. Indem wir sie in unseren Alltag mit einbeziehen, uns von ihnen helfen lassen, z.B. beim Essen kochen. Das Kind wird bestärkt, dass es zum Allgemeinwohl der Familie beitragen kann. Wir können auch durchaus Probleme mit den Kindern besprechen, solange diese kindgerecht angesprochen werden. Unsere Kinder merken sowieso, wenn etwas nicht passt! Eine Lüge vermittelt nur wieder, dass das Kind nicht dazu gehört und nicht wissen darf, was bei den Eltern los ist. Ich erinnere mich an einen Todesfall in meiner Familien, als wir in der Grundschule waren. Es wurde uns alles erzählt. So schlimm es war, so wichtig war es auch für uns alles zu wissen! Wir fühlten uns dazugehörig und konnten auf unsere Weise mit dem Schmerz umgehen. Wie wäre es gewesen, wenn wir nur den Schmerz gespürt hätten und niemand uns hätte aufgeklärt, was passiert ist!? Unvorstellbar! Dazu zu gehören, zur Familie, zum Clan, ist doch wirklich eine Bereicherung. Wir wurden damals als kompetent angesehen, den Schmerz in der Familie mit zu tragen und diese Anerkennung hilft unwahrscheinlich zum Selbstwertaufbau!

Und wie sieht es mit kindlichen Kompetenzen aus?

Ich finde Kinder sollten immer in ihren Kompetenzen bestärkt werden, sprich bestärkt in den Dingen, die sie gut können oder einfach die Kompetenz sehen, dass Dinge erst erlernt werden müssen und dieser Lernprozess als Kompetenz zu sehen ist. Wenn wir immer nur auf das „Fehlverhalten“ achten, wird dieses dadurch gestärkt, weil das Kind lernt, dass es durch dieses Verhalten Aufmerksamkeit bekommt und Kinder brauchen Aufmerksamkeit. „Boar immer schüttest du das Wasser um!“ Wie wäre denn diese Haltung dagegen!? „Du hast heute wieder versucht aus dem Glas zu trinken, darüber freue ich mich! Jetzt ist es leider umgekippt! Möchtest du den Wasserfleck selbst mit dem Lappen weg wischen?“ Es liegt an uns, welches Verhalten wir stärken und wie unsere Kinder Aufmerksamkeit von uns bekommen. Wenn wir offen sind, den Kindern zuhören und auch mal abwarten, bis sie vielleicht allein eine Lösung finden, Geduld haben, dann können wir kleine Wunder beobachten, die wir mit vorschnellen Kritiken oder Handlungen gar nicht erst reifen lassen konnten. Mit einer offenen und zugewandten Kommunikation sieht die Welt gleich etwas bunter aus, auch wenn das Wasser auf dem Tisch verteilt schwimmt.

Das Gefühl einer Familien-Zugehörigkeit und die authentisch-liebevolle Atmosphäre, die Kommunikationsbereitschaft, eine Kompetenzwertschätzung und eine Offenheit für die Bedürfnisse und Wünsche aller Familienmitglieder sind für mich wichtige Schlüssel, um glücklich zu sein. Es gehört sicher noch mehr dazu, aber für heute finde ich es erstmal ausreichend. 
Wie seht ihr das? Wie geht es euch da so?

Eure Leen 

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