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Konsum & Baby!?

16. Oktober 2016

Wie diese zwei Worte im Titel schon sagen, habe ich mir Gedanken zum Thema Konsum und Baby gemacht. Dazu heute meine Geschichte und Haltung.

Wie war es, als ich 2015 schwanger wurde und mir meine Erstausstattung besorgen musste!?

Es war einfach nur „erschlagend“! Überall gab es „die wichtigen Dinge“, die ich noch unbedingt für das Baby brauchen würde! Hier ein Schnickschnack, da ein Schnackschnick und wieder umgekehrt. Glücklicherweise hat meine Schwester ja alles aufbewahrt, aber auch da gab es Kleidung und Gedöns in Hülle und Fülle. Ich habe Dinge Zuhause, die ich noch nie angefasst oder jemals gebraucht habe. Es ist einfach von allem zu viel da gewesen! Ich war auf alle Eventualitäten vorbereitet.  

Kaufen kann eine schwangere Frau von spottbillig bis immens teuer, was der Geldbeutel oder die Bereitschaft zu zahlen so hergibt. Die Verlockung ist groß und überall wird einem dazu noch eingeredet, dass es sooo dringend gebraucht würde. Damals habe ich es geglaubt, weil ich unsicher war und „alles richtig machen wollte“.

Wie stehe ich heute zu diesem Thema!?

Ich glaube weniger ist mehr! Ich finde den Weg zurück zu den Wurzeln wieder interessant. Ich finde nachhaltige Materialien gut. Ich lese über Plastik und Schadstoffen in Kleidungsstücken und mir wird einfach nur schlecht!  Ich stelle mir Grundsatzfragen wie: Muss ein Baby wie eine Modepuppe aussehen!? Ich fand es zu Anfang wichtig, dass mein Kind niedlich angezogen ist – jetzt schlage ich bei diesem Gedanken die Hände über dem Kopf zusammen. Mein Baby ist so oder so einfach nur mega-zuckerpuppen-niedlich, ob es nun einen Strampler von xyz oder einen gebrauchten Strampler von ihrer großen Cousine trägt.  

Es ist rückblickend betrachtet gut, dass ich jetzt hauptsächlich Kleidung aus zweiter Hand für das Seidenraupenkätzchen nutze. Warum!? Es ist nachhaltig und die Schadstoffe sind rausgewaschen – ganz einfach – Ist doch so! 

In unserer heutigen Zeit kann alles in enormer Geschwindigkeit besorgt werden. Ich brauchte z.B. 2015 noch einen Schwung Spucktücher, die ich nachkaufen musste, da ich stillte und sie sehr  gern spuckte. Flaschen oder Sterilisationsgeräte habe ich überhaupt nicht gebraucht, wie so 100 andere Dinge die hier rumschwirren.

Mein Fazit!?

Im Vorfeld habe ich mir einfach zu viel angeschafft und gehortet. Ich wollte auf alle Eventualitäten vorbereitet sein – aber ist das nötig!?

Wie schon gesagt, es kann in Windeseile nachgekauft werden und ich bin in den heutigen Zeiten nicht auf ein Horten angewiesen, weil ich nicht mehr 20km von der nächsten Stadt entfernt wohne und zu Fuß zum einkaufen muss – so ist es einfach heutzutage nicht mehr! Es entwickeln sich gerade spannende Projekte, wie z.B. die geborgene Erstlingsbox von Susanne Mierau. Sie hat eine Box mit Dingen zusammengestellt, die ein Baby im 1. Jahr braucht (wie es die Frauen aus den skandinavischen Ländern vom Staat bekommen) und diese sind auch noch clever durchdacht. Die Betonung liegt auf einer Box, nicht auf einer LKW-Ladung voll Kram. 

Babybörsen und Flohmärkte sind tolle Möglichkeiten Kleidung und Spielzeuge zu kaufen. Dann gibt es Mamikreisel, eine Empfehlung von meiner Freundin L., die sich neuerdings die Sachen für ihr Kind darüber kauft –  clever wie ich finde, ökologisch und familienkassenfreundlich. Es gibt Möglichkeiten über Möglichkeiten nachhaltiger zu denken und zu leben! 

Ich bin jedenfalls im Aufbruch zum Umdenken unterwegs! 

Eure Leen 

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