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Lou schreibt über…Teil 1

4. Januar 2018

Es ist keine Minute. Keine Sekunde. Kein Tag. Es sind Monate, Wochen und sogar Jahre, die mich dazu zu bringen eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur für mich Konsequenzen hat, sondern auch für meine Kinder. Diese Konsequenzen sind unberechenbar – unvorhersehbar.Es ist die schwerste Entscheidung in meinem Leben. Es ist die Trennung von meinem Mann und damit auch das „Zerstören“ meiner Familie.

Was ist Familie?

Diese Frage habe ich mir so oft gestellt und kam immer wieder an denselben Punkt. Zu einer glücklichen Familie gehören Mama und Papa, so wie ich das von meiner Familie kenne. Und auch so fühlte es sich auch nur richtig an. Um jeden Preis kämpfen, nur nicht aufgegeben.Wenn andere Menschen über Trennung sprachen hörte sich das für mich weit weg an und meistens war ich der Auffassung viele Paare würden einfach zu schnell aufgeben. Ich würde es definitiv anders machen, sollte ich jemals in diese Situation kommen, insbesondere, wenn Kinder im Spiel waren.Trotzdem hatte ich meinen Entschluss gefasst, die Gründe dafür waren mehr als erdrückend. Doch das Loslassen dieses Lebenskonzeptes war eine besondere Hürde und auch noch über diesen besonderen Moment hinaus.

Der Moment

Ich bin kein „Häufchen – Elend“, viele Menschen bezeichnen mich als stark, unverwüstlich und tapfer – auch geschuldet durch meine Lebensgeschichte. Ich nehme mich selbst nicht so wahr. Finde mich eigentlich ziemlich schwach, gerade wenn es darum geht, meine Überzeugungen durchzusetzen, die mir doch eigentlich so wichtig sind. Ich habe in den letzten Jahren extrem an mir arbeiten müssen und tue es immer noch.Ich war gescheitert, mit meinem Lebenskonzept und meiner abschreckenden Lebensgeschichte. Ich hatte gehofft und gekämpft – erfolglos.Viele Menschen hatten mir angeraten den Weg der Trennung zu gehen, nie fühlte ich mich so weit, bis zu diesem Moment.Ich lernte einen Menschen kennen, der ohne viel dafür tun musste, mein Leben änderte, auf eine ganz besondere Art und Weise. Er hörte mir zu, so banal es klingt. Es war seine besondere Art mir zuzuhören -sich meine schwierige Lebensgeschichte anzuhören und dabei zu lächeln. Es irritierte mich, aber es machte mich so unendlich glücklich. Ich fühlte mich nicht abgelehnt oder verurteilt, sondern wertschätzend angenommen. Am Ende unseres Gesprächs fragte ich ihn, ob er aufstehen wolle, aber er tat es nicht. Er blieb und lächelte.Zwei Geschichten. Die Geschichte der Trennung, den Hürden und den Problemen, die damit verbunden sind und es ist die Geschichte von Lou und dem besonderen Menschen, der sie gerettet hat.Mir bleibt es im Moment noch ein Rätsel, wie ich diese komplexen Geschichten in Form einer Gastbeitragsreihe niederschreiben soll, aber ich arbeite daran.

Warum es mir so wichtig ist darüber zu schreiben?

Weil wir umdenken müssen. Weil wir lernen müssen uns anzunehmen. Weil wir unseren Kindern Glück vorleben müssen – keine Scheinwelt. Weil es nicht für alle das gleiche Lebenskonzept geben kann. Weil ich daran glaube, trotzdem glücklich sein zu können und damit auch meine Kinder und jene Menschen, die zu meiner Familie gehören.Bis bald …Eure Lou

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