Blog Gastbeiträge

Pipi und Kaka – mit Kindern unterwegs in Schweden

17. August 2017

„Was? Ihr kommt heute schon?“
Mit diesem Satz war unsere Urlaubsfreude erstmal im Keller… Durch ein Missverständnis zwischen unserem Ferienhausvermieter in Schweden und uns, überschnitt sich unser Aufenthalt mit dem Vormieter um einen Tag.

Kurz überlegt haben wir unsere Fähre um einen Tag verschoben und eine Nacht in der Jugendherberge Prora verlängert…. Puuhhh, zum Glück ging das alles reibungslos. 

Also genossen wir erstmal zwei Tage an der Ostsee bevor wir nach Schweden übersetzten. Wir haben uns für einen Zwischenstopp auf Rügen entschieden, da unser Kleinster noch keine zwei Jahre alt ist und wir ihm die lange Fahrt nicht in einem Stück zumuten wollten. Es gefiel uns sehr gut in der Jugendherberge….nette Mitarbeiter, super Frühstück und die Zimmer waren auch in Ordnung. Wir hatten sogar eins mit Meerblick. Der einzige kleine Wehrmutstropfen war das nervige beziehen der Doppelstockbetten. Was man aber in Kauf nehmen muss, wenn man in einer Jugendherberge übernachtet.


Da die Morgensonne uns schon um 5:30 Uhr weckte, waren wir den Tag über ziemlich gerädert. Los ging es zur Fähre….

Die Überfahrt war etwas wackelig durch den starken Seegang. Aber alle verkrafteten es gut und niemand wurde seekrank. Wir vertrieben uns die 4 Stunden auf dem Schiff mit malen, essen und bummeln durch den Duty-Free-Shop. 

In Trelleborg angekommen erwartete uns strömender Regen…aber egal….Hauptsache endlich in Schweden. Nochmal 3 Stunden Autofahrt lagen vor uns….dann waren wir endlich da. An unserem, wunderschönen kleinen Häuschen mitten im Wald.


Alle sind todmüde ins Bett gefallen, selbst der Kleinste schlief sofort und sogar ohne Nuckel (der irgendwo verkramt im Auto lag).

Den nächsten Tag verbrachten wir mit auspacken und einkaufen. Natürlich landete viel zu viel im Einkaufswagen, da jeder irgendwas schwedisches, was es bei uns nicht gibt, probieren wollte.

Schon zu Hause hatten wir uns Gedanken gemacht, was wir uns in Småland alles anschauen wollen. Auf jeden Fall „ Astrid Lindgrens värld“ wollten die Mädels. Dort ist eine Art Freizeitpark mit Nachbauten der Villa Kunterbunt, der Mattisburg, dem Katthult-Hof und noch vieles mehr. Unser Jüngster wollte Elche sehen, also planten wir einen Besuch im Elchpark.

Ich wollte gern in einen National Park und mein Mann hätte gern einen schwedischen Baumarkt von innen gesehen und das Ikea Museum besucht….

Puuuhhh…ganz schön viel. Eigentlich wollten wir uns entspannen und die Ruhe genießen…also strichen wir National Park und Baumarkt erstmal von der Liste.

Bei Pippi und Co. war es sehr schön und wer die Astrid Lindgren Geschichten mag, kommt voll auf seine Kosten. Wir amüsierten uns über das Wort „Kaka“, was Kuchen heißt, und lachten über das Wortspiel Pippi und Kaka.

In dem Wald wo unser Häuschen stand wimmelte es nur so von Blaubeeren. 


Die Kinder schlugen sich die Bäuche voll und pflückten wie die Verrückten so dass wir gut 1kg Blaubeeren hatten. Kurzerhand kochten wir davon Marmelade, die wir den Großeltern mitbrachten.

Besonders toll fanden wir es auch Steine in den See an unserem Haus zu werfen und wetteiferten, wer es wohl schaffte, den Stein am weitesten übers Wasser springen zu lassen.


…Ohne Fernseher im Haus musste man sich ja was einfallen lassen. Erstaunlicherweise funktionierte es wunderbar und ohne Langeweile.

Das nächste Highlight war der Elchpark, durch den man mit einer kleinen Bimmelbahn fuhr. Die Kinder bekamen Grünzeug in die Hand und tatsächlich waren die Elche sehr zahm und ließen sich füttern und streicheln.


Alles andere was wir uns vorgenommen hatten haben wir aufs nächste Jahr verschoben. Für uns steht definitiv fest, nochmal nach Schweden zu fahren. Die Landschaft mit ihren vielen kleinen Seen und vermoosten Wäldern, die roten Häuser und entspannten Menschen müssen wir einfach nochmal besuchen.

Liebe Grüße…Eure Anja

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply