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Wir können sie nicht vergleichen!

8. Februar 2017

Meine Mama- Mädels und ich sehen uns zurzeit wieder häufiger. Als unsere Kinder noch ganz kleine Säuglinge waren, war alles easy. Alle lagen auf der Decke, wir tranken einen Kaffee, dann stillten wir, dann zogen wir die Kinder an und gingen zusammen spazieren. Schon da war aber nicht alles gleich. Einige Kinder mochten den Wagen, einige nicht und einige nur manchmal. Jedes unserer Kinder wollte es anders haben. Wir trugen und schoben, aber wir waren zusammen. Jede in ihrem Stil und jedes Kind mit seinen Vorlieben und Besonderheiten. 

So ging es in der größeren Babyzeit weiter. Jedes Kind hatte weiterhin seine eigenen Bedürfnisse und Vorlieben und wir haben schon echt überlegen müssen, wie wir es schaffen, zusammen spazieren zu gehen. Jetzt ist es, also unsere Kinder sind zwischen 1 und 2 Jahren alt, noch etwas komplizierter. Die, die nie wirklich in den Wagen wollten, sitzen jetzt drin und wollen herumgeschoben werden. Andere möchten gar nicht mehr in den Wagen und laufen lieber. Uns Mädels zum Spaziergang zusammen zu bekommen ist wirklich eine Herausforderung, aber wir schaffen es, weil wir uns sehen wollen.
Wir machen Entdecker-Pausen bei den Spaziergängen und planen genug Zeit ein, um auch auf den Spielplatz zu gehen. Es ist Winter und es ist kalt, aber wir sind dran! 

Trotz allem, wollen wir eines nicht! Auf unsere Truppe verzichten. Wir müssen eben kreativ werden und gucken, dass es für alle passt, wie auch immer das aussieht. 

Flexibilität ist wirklich etwas, was ich mit Kleinkind, und bald ja auch mit Baby dazu, gelernt habe. 

Unsere Kinder sind alle ziemlich im Monatstakt geboren und dennoch stellten wir erst gestern wieder fest, dass sie so unterschiedlich sind. Das eine Kind ist sprachlich dermaßen vorne, während ein anderes motorisch durchgestartet ist. Eines ist sehr vorsichtig, während ein anderes ein richtiger Draufgänger ist. Eines schläft wie das Vorzeigebaby aus dem Katalog, eines macht die Nächte zur Elternhölle. So unterschiedlich wie Erwachsene sind, so unterschiedlich sind auch unsere Kinder. 

Ich schreibe euch das, weil ich mir selbst diese Woche noch einmal so richtig verdeutlich habe, dass unsere Kinder Individuen sind und individuelle Begleitung brauchen. Was bei Kind eins funktioniert, muss nicht bei Kind zwei klappen. Was Kind drei braucht, ist sinnlos bei Kind vier. 

Druck und Vergleiche bringen uns nichts. Eine Achtung und Akzeptanz jedes einzelnen Individuums mit seinen individuellen Bedürfnissen bringt dafür umso mehr.

Ich freue mich immer wieder so tolle Freunde zu haben, die so bei sich und ihren Kindern sind. Ich bin dankbar und glücklich über meinen Clan. Bei sich selbst zu bleiben und mit sich gut zu sein, ist ein wahrer Segen. So schaffen wir es auch alles irgendwie doch unter einen Hut zu bekommen, weil unter diesem Hut jeder so sein darf wie er ist, ob groß oder klein. 
Eure Leen 

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2 Comments

  • Reply Lara 8. Februar 2017 at 13:36

    Ich habe erst letztens mit Freundinnen darüber gesprochen, dass man mittlerweile weniger Unterschiede sieht. 😉 Alle Kinder im gleichen Jahr geboren und irgendwie kann man schwer sagen, wer ist 2 oder erst 1 3/4. Aber klar, sie sind alle unterschiedlich und das ist gut so. Aber gerade körperlich, von der Größe ähneln sie sich mehr als ein Baby das 3 Monate ist und eins das 5 Monate alt ist.

    • Reply Leen 8. Februar 2017 at 21:05

      Ja, da hast du recht. Mir geht es auch eher um das Wesen, die Individualität! Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

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